Windrad macht Neckargemünd ärmer

 

Neckargemünd erhält durch sein Windrad keinen Strom, sondern jährliche Pachtzahlungen von 100.000 € sowie EEG-Umlage für sein Windrad von ca. 25.000 €. Zusammen nominal 125.000 €, wertgesichert 95.000 € pro Jahr.

Damit können 430 von 13.500 Einwohnern um 15 Ct/kWh billigeren Strom erhalten.

Natur und Naherholung werden geschädigt, die Lärmbelastung wächst. Das Windrad ist fast überall gut sichtbar. Das drehende Windrad verschandelt die ruhige Waldlandschaft. Für die Hausbesitzer geringere Verkaufserlöse, für die Mieter geringerer Wohnwert.

Der Wohnwertverlust übersteigt deutlich die Zahlungen. Das Windrad am geeigneteren Standort bringt dort Gewinne bei gleicher CO2-Einsparung.

 

Verhindern Sie Schaden für ihr Neckargemünd. Stimmen Sie mit Nein. 

Abstimmung

 

Inwieweit ein Windrad als stark störend, weniger störend oder nicht störend empfunden wird, hängt von emotionalen Einstellung ab. Diese Einstellung ist zu respektieren.

 

Jeder Bürger sollte aber einbeziehen, was für seine Heimatstadt Neckargemünd die bessere Entscheidung wäre und nicht nur die rein persönlichen Vor- und Nachteile abwägen.

Wohnwertverluste

 

Zu erwartende Wohnwertverluste durch zusätzliches Windrad in Neckargemünd
(Landschaftsbild, Naherholung, Lärmbelastung)

Gesamtstadt Haushalte insgesamt

6.500

100%

 

davon fühlen sich nicht betroffen

1.950

30%

 

Durch zusätzliches Windrad auf Gemarkung Neckargemünd betroffen

Stark

Mittel

Schwach

Betroffene Haushalte

200

1.600

2.750

Verlust Wohnwert zu Miete

2,00%

0,83%

0,25%

Monatsmiete kalt pro Haushalt

  1.000,00 €

  1.000,00 €

  1.000,00 €

Verlust Wohnwert pro Monat pro Haushalt

        20,00 €

          8,33 €

          2,50 €

Verlust pro Jahr pro Haushalt

      240,00 €

      100,00 €

        30,00 €

Verlust pro Jahr

      48.000 €

   160.000 €

      82.500 €

Die zu erwartende Wohnwertverluste in Neckargemünd betragen pro Jahr 290.500 €

       

Durch ein zusätzliches Windrad auf Gemarkung Neckargemünd wären betroffen:

 

Stark: Erstmal ein Windrad teilweise oder ganz sichtbar

   

Mittel: Das zusätzliche Neckargemünder Windrad ist von vielen Orten weitaus deutlicher sichtbar.

Schwach: Durch Nachbarhäuser geschützt oder größere Entfernung zu Windrädern

 

Nicht betroffen: Durch Windräder In keiner Weise gestört

   

 

Verzichtet Neckargemünd auf ein Windrad und wird dieses auf Heidelberger Gemarkung gebaut, entsteht ein geringerer Wohnwertverlust, da das Windrad kleiner wahrgenommen wird. Der Verzicht auf das Windrad vermeidet auch in diesem Fall Schaden für Neckargemünd.

 

Anmerkungen zu Wohnwertverlusten

 

Die renommierten Studien bestätigen Wohnwertverluste durch Windräder. In den Studien können jedoch lokale Faktoren nicht eingehen. Neckargemünd hat einen größeren prozentualen Wertverlust, als große Wohnblöcke in einer Großstadt im Ruhrgebiet.

 

In einer Veröffentlichung des RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V. findet sich: „Wir stellen fest, dass Windkraftanlagen einen negativen Effekt von 1,8–1,9 % auf die Immobilienpreise haben, der nach einer Entfernung von 3 km abklingt.
https://www.rwi-essen.de/publikationen/wissenschaftlich/ruhr-economic-papers/detail/distance-and-intensity-effects-of-renewable-energy-germany

 

In einer anderen Studie des RWI wird festgestellt, „dass Windkraftanlagen, die in einem Abstand von einem Kilometer errichtet werden im Durchschnitt zu einer Preissenkung der Immobilie um 7,1 Prozent führen können.
https://www.rwiessen.de/presse/wissenschaftskommunikation/pressemitteilungen/detail/windraeder-lassen-immobilienpreise-sinken

 

Aussagen von Maklern sind praxisnah. Eine schweizerisches Maklerunternehmen hat die Wertminderung grafisch veranschaulicht.

https://www.hev-winterthur.ch/ratgeber/einfluss-von-windenergieanlagen-auf-immobilienpreise/

 

Auch Makler aus unserer Region bestätigen Wertverluste.
https://www.avathus-immobilien.de/post/windkraft-und-immobilienwertverlust-eine-maklerperspektive

Zahlungen

 

Zahlungen für Windrad auf Neckargemünder Gemarkung

EEG-Umlage für 4 Windräder, 1xNgd plus 3xHD

      50.000,00 €

EEG-Umlage für 1xNgd ca.

      25.000,00 €

Pachtzahlungen pro Jahr Nominal

    100.000,00 €

Nominale Zahlungen pro Jahr

    125.000,00 €

Durchschnittliche wertgesicherte (reale) Zahlungen pro Jahr bei 2,5% Inflation und 25 Jahren Laufzeit

           95.000 €

Billiger Strom für 430 von 13.500 Haushalten

Angenommer Jahresverbrauch pro Person in kWh

1.500

Subvention pro kWh

               0,15 €

Jährliche Subvention pro Person

           225,00 €

Durchschnittliche wertgesicherte Zahlungen pro Jahr

           95.000 €

Anzahl damit zu subventionierender Haushalte

422

Gesamtzahl Einwohner

13.500

Fehlplanung

 

Der Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) koordiniert seit 2006 die Regionalplanung im Dreiländereck Baden, Hessen und Rheinland-Pfalz. Er hat das Gebiet um den Lammerskopf als Vorranggebiet für Windräder ausgeschlossen.

 

Allein im Neckar-Odenwald-Kreis sind über 500 Hektar als Vorranggebiete ausgewiesen.              
https://gruene-kreistag-rnk.de/index.php/2025/11/10/soll-der-neckar-odenwald-kreis-weiter-fuer-den-zoegerlichen-rhein-neckar-kreis-bei-der-windenergie-in-vorleistung-gehen/

 

Ausgerechnet im dicht besiedelten Rhein-Neckar-Kreis auf für Natur und Landschaft wertvollsten Areal Windräder zu bauen, würde in einer übergeordneten Planung nicht verfolgt werden.

 

Gewinne für Heidelberg erfolgen auf Kosten der Stadtteile Schlierbach und Ziegelhausen sowie sämtlicher im Odenwald gelegenen Umlandgemeinden.

Die Windräder entwickeln sich in die Höhe. Die neuesten Serienwindräder in Deutschland haben eine Gesamthöhe von 285 m. Das höchste im Bau befindliche Windrad in Deutschland ist 365 Meter hoch.

 

Die Planungen beanspruchen Zeit. Durch die vorgelagerten Höhen am Auerhahnkopf und Königstuhl ist für das weiter südlich gelegen Windrad für eine wirtschaftliche Ausbeute die Höhe von großer Bedeutung.

Der Einsatz eines 285 Meter oder noch höheren Windrades ist zu vermuten.
Im Folgenden werden 285 m zu Grunde gelegt.

Wahrnehmungshöhe Windrad von Neckarlauer-Schiffanlege

Bezeichnunng

Anlege

Standard Windkraftanlage, Oberpfalz, Betriebsbeginn 2026

 

Nabenhöhe WKA

199 m 

Gesamthöhe WKA

285 m 

Meereshöhe WKA-Fundament

458 m 

Meereshöhe WKA-Spitze

743 m 

 

 

BP: Meereshöhe Betrachterpunkt

112 m 

AP: Meereshöhe Anhöhe (Sichtschutz)

400 m 

 

 

G1: Geodätische Distanz BP/AN

1.110 m 

G: Geodätische Distanz BP/Windrad

1.469 m 

A1: HöheDif Anhöhe/BP

288 m 

W: HöheDif WKA-Spitze/BP

631 m 

 

 

W1: Höhe Sichtlinie-1 bei Windrad (W1=A1x(G/G1))

381 m 

W2: Höhendifferenz Sichtlinien bei Windrad (W-W1)

250 m 

A: Höhe Sichtlinie-2 bei Anhöhe (A=G1x(W/G))

477 m 

A2: WahrnehmungshöheWindrad  bei Anhöhe (A-A1)

189 m 

 

 

Layout Postkarte

A1: HöheDif Anhöhe/BP

288 m

A2: WahrnehmungshöheWindrad  bei Anhöhe (A-A1)

189 m

H1-Ist: Bild Ist-HöhenDiff Fluss zu Anhöhe in cm

5,15 cm

H2-Ist: Bild Ist-HöhenDiff Ist Anhöhe Windrad (Spitze) in cm

3,50 cm

H2-Soll: A2x(H1/A1)

3,38 cm

Abweichung in %

-3,54%