Neckargemünder Schwerpunkte für die Landtagswahl

  1. Korrektur des Holzwegs der deutschen Energiewende!

  2. Wirtschaftswachstum in Baden-Württemberg durch Auftragsvergabe an mittelständische Unternehmen!

  3. Für die junge Generation: Einführung einer Aktienrente, Aufstellung einer modernen Berufsarmee, keine Wehrpflicht!

Ad 1 a): Hintergrund: Eine sichere Stromversorgung Deutschlands allein durch Erneuerbare ist unter Einhaltung der Dekarbonisierungs-Ziele der EU nach Ansicht US-Experten (Demokraten, Bill Gates) mit Wind und Sonne allein wegen des Grundlastproblems nicht möglich, wobei jene Experten uns den Einsatz von Kernenergie empfehlen inklusive der Weiterentwicklung von Atomreaktoren der 3. und 4. Generation, wobei durch letztere auch unser Atommüllproblem gelöst wäre, weil der Müll als energiereicher Brennstoff zur Verfügung stünde. International zweifelt niemand daran, dass das Ziel der deutschen Energiewende, den gesamten Energiebedarf mittels Strom aus Wind und Sonne zur Verfügung stellen zu können, in einem Land ohne grundlastfähige Versorgung mit elektrischer Energie (z. B. Wasserkraft, Kernenergie, Gaskraftwerke, Ölkraftwerke) illusorisch ist, denn Stromüberschüsse aus Fotovoltaik und Windkraftanlagen wären in einer Größenordnung von mehr als 100 Twh (= 100 000 000 000 kwH) zu speichern. Speicher in dieser Größenordnung sind technisch nicht möglich und allein aus Kostengründen wegen des Importbedarfs an seltenen Rohstoffen (seltene Erden) vor allem aus China gar nicht finanzierbar (dazu auch das jüngste Statement von Bill Gates zum internationalen Klimaschutz, der weltweit auch den Einsatz moderner Kernenergie der 3. und 4. Generation zur Lösung des Klimaproblems notwendig macht).

 

Addendum zu 1a: Pläne für die deutsche Energiewende in den nächsten Jahren:

  1. Ab 2025 tägliche Aufstellung von 4 großen Windrädern (mehr als 200 m hoch) für 10 Jahre (Größenordnung 12 000 Windräder).

  2. Neun Jahre lang täglich eine Solaranlage von der Größe eines Fußballfelds (7140 m2). Flächenbedarf (20 km2).

  3. 34 Gaskraftwerke in Größe eines Fußballfelds in nur 6 Jahren.

 

Ad 1 b): Die deutschen Klimaziele sind – unabhängig von ihrer Realisierbarkeit –, für das ppm CO2 der Erdatmosphäre irrelevant. Nach den vom Weltklimarat propagierten Maßnahmen (Stichwort Kipppunkte) wäre der weltweite CO2-Ausstoß von knapp 38.000.000.000 t CO2-Ausstoß im Jahre 2023 in den nächsten Jahrzehnten auf 0 zu reduzieren, um zu verhindern, dass „die Welt in Flammen“ aufgeht (Prognose von Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimaforschung), was sehr unwahrscheinlich ist. Inzwischen sind empirische Daten zur CO2-Entwicklung bekannt, welche das Prognosemodell der Klimaaktivisten als sehr unwahrscheinlich entlarven (siehe Addendum zu 1 b). Dabei ist der CO2-Beitrag Deutschlands mit 0.670.000.000 t (ca. 1,8 %, EU 9 %) zu vernachlässigen. Die Klimaziele werden auch durch die Kompromisse der Klimakonferenzen konterkariert, da die bevölkerungsreichsten Länder der Erde, beispielsweise China und Indien, noch Jahrzehnte nicht verpflichtet sind, das Ziel einzuhalten. Wir würden also CO2 einsparen, damit Konkurrenten auf den Weltmärkten billiger Öl einkaufen könnten.

 

Addendum zu 1b: Nach Messungen von CO2-Konzentrationen in der Luft steht es fest, dass ein erheblicher Anteil des 40.000.000 Mio t CO2-Ausstoß der Menschheit aus fossilen Energien durch Landsenke und Ozeansenke gespeichert wird und wurde. Im Gegensatz zum IPCC, der die Landsenke ignoriert, stimuliert ein erhöhter Partialdruck des CO2 das Pflanzenwachstum sofort und bindet etwa 1/4 des anthropogenen CO2 (Nachweis durch Satellitendaten der NASA). Was die Ozeane betrifft, basieren die Annahmen des IPCC auf dem Budgetmodell IPCC, welches durch keine empirische wissenschaftliche Publikation belegt ist, dass nämlich künftig das gesamte anthropogene CO2 über Jahrhunderte bzw. Jahrtausende in der Atmosphäre akkumulieren würde, weil die Ozeane ab sofort kein CO2 mehr aufnehmen könnten. Das Budget-Modell beruht auf der Annahme, das CO2 würde nur ganz oberflächlich in den Ozeanen gespeichert werden. Dagegen sprechen Messungen von Prof. Eberhard, der den Verlauf radioaktiv markierten CO2 durch oberirdische Atombombentests analysiert hat. Nach den damaligen Messungen von Herrn Prof. Eberhard würden die Ozeane das anthropogene CO2 mit einer Halbwertszeit zwischen 3 und 25 Jahren (Konfidenzintervall) ein weiteres Viertel anthropogener Emissionen aufnehmen. Auch paläontologische Daten sprechen dafür, dass das Salzwasser der Ozeane via Carbonsäurebildung riesige Mengen an CO2 speichert. Fritz Vahrenholdt, Klimaforscher und ehemaliger Umweltsenator der Hansestadt Hamburg hat eine Monographie (Publikation Fritz Vahrenholt und Sebastian Lünung: Unerwünschte Wahrheiten, was Sie über den Klimawandel wissen sollten, LMV-Verlag ISBN: 978-3-7844-3553-4) und auf wissenschaftliche Ergebnisse hingewiesen, die bisher nicht bekannt waren und deshalb in den Klimamodellen gar nicht berücksichtigt worden sind. Retrospektive Untersuchungen zu den bisher bekannten Fluktuationen von Meeresströmungen zeigen, dass sie das Erdklima erheblich beeinflussen und in den nächsten Jahrzehnten voraussichtlich sogar mit einer vorübergehenden Dämpfung des Temperaturanstiegs zu rechnen ist.

 

Dazu eine neue Publikation in: PNAS 2023 Vol. 120 No. 43 pp 1–12 e2310223120 (https://doi.org/10.1073/pnas.2310223120): Die US-amerikanischen Autoren weisen darauf hin, dass die funktionale Information eines Systems wie das des Planeten Erde notwendigerweise mit der Evolution anwächst, weil zahlreiche verschiedene Konfigurationen (Mineralien, Ozeane, Leben zu Land und im Wasser) zur Selektion adaptiver Prozesse führen. Man sollte also bei der mathematischen Modellierung von Klimaprognosen sich nicht nur auf die makroskopischen Gesetze der Physik verlassen, sondern vorsichtshalber auch mit Milliarden Jahre alten Adaptationen anorganischer und organischer Systeme rechnen.

 

Ad 2 a): Wirtschaftswachstum und Klimaschutz sollten privatwirtschaftlich kombiniert werden. Mittelständische Unternehmen sollten beauftragt werden, privatwirtschaftlich ohne Subventionen bottom up konkrete Probleme ohne Überregulierung des Staats zu lösen. Dabei sind Gewinne erwünscht und nicht verwerflich, weil dadurch unabhängig von Steuergeldern Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen ermöglicht werden.

 

Ad 2 b): Derzeit werden bisher nicht berücksichtigte technische Innovationen diskutiert, um das Klimaproblem der Menschheit zu lösen. Pars pro toto plädieren wir für eine Förderung der Methanolwirtschaft mit deutschen bzw. österreichischen Patenten (Patente Obrist und Prof. Schlögl), die international konkurrenzfähig sind, industriell funktionieren und bereits verkauft werden. Methanol ist im Gegensatz zu Wasserstoff oder Ammoniak ein leicht zu transportierender Treibstoff, den man mit Solaranlagen oder Windrädern gewinnen könnte. Bei der CO2-neutralen Methanolgewinnung aus CO2 und H2O könnte man darüber hinaus simultan in beinahe beliebiger Menge zusätzliches CO2 entnehmen und so das ppm CO2 der Atmosphäre steuern. Aus dem zusätzlich entnommenen CO2 könnte man preisgünstige Rohstoffe für Medizin und Industrie herstellen. Der österreichische Unternehmer Obrist demonstrierte kürzlich auf einer Probefahrt zwischen Mannheim und Wiesloch die positive CO2-Bilanz der Methanol-Technik, denn er hatte der Atmosphäre zusätzlich 3 kg CO2 Kohlenwasserstoffe für die Synthese nützlicher Substanzen entzogen, über den Verbrauch der Methanol-Batterie hinaus. Darüber hinaus könnte Methanol als Treibstoff für Flugzeuge und auch als Brennstoff für umgebaute Diesel- und Ottomotoren verwendet werden.

 

Gerhard Mall

1. Vorsitzender FDP Neckargemünd und Umgebung